LAN Club Beijing

Wir haben einen neuen Club im Dorf. Nicht dass wir hier so selten neue Clubs bekommen, jedes Wochenende kommt irgendwo ein neuer dazu, aber LAN ist schon was erwaehnenswertes. Die recht erfolgreiche Wirtin der "South Beauty Restaurants" hat den bekannten franzoesischen Designer Philipp Starck dazu gebracht hier mal so richtig in die Vollen zu greifen. Die Investition hat sich anscheinend gelohnt. Das ist auch einer der ersten Eindruecke den man hat, wenn man die Hallen betritt - gelungen, gross und teuer. Ich lese gerade dass die ganze Sache etwa 6000 Quadratmeter gross ist. Und diese 6000 qm sind bis in den letzten Winkel voll mit Herrn Starcks Handschrift. Alles, jeder Winkel, Wand, Boden, Decke - alles ist Voll. Mein Urteil? Nicht uebel. Wir sind, was das Essen angeht ohnehin sehr verwoehnt hier in China. Es gibt ausgezeichnete Kuechen hier. Der Lan Club bietet ganz ordentliche Kueche, ein bisschen ausgefallen und optisch sehr nett praesentiert. Asian Fusion. Ueberraschenderweise ist es nicht ganz so teuer, wie man es sich vorstellte, aber wir bewegen uns schon im oberen Segment. Der Service war gut, auch wenn etwas bemueht, mag daran liegen, dass der Laden erst kurz vorher aufgemacht hat, es wird schon. Wir waren mit einer Bekannten dort, die sich in der Pekinger Kunstszene bestens auskennt, sie sagte, dass die Wirtin einem der Kunstkollegen ein Kunstwerk fuer 20 Millionen RMB abgekauft hat - das sind 2 Millionen Euro. Wir haben versucht das Bild zu finden, aber wir fanden den Wald vor lauter Baeumen nicht.

Kommentare
2007-02-08 01:34:48
Ich habe dieses Lokal mehrmals besucht. Ich finde, dass Ihren Kritiker hat Bilder ausgewählt, die das Lokal überhaupt nicht gerecht darstellen. Die Klienten, die dieses Lokal aufsuchen, gehen dahin, weil sie sich für die Designarbeit von Philippe Starck dafür besgeistern, und nicht für's Essen, obwohl von einem sehr hohen Niveau.
Betreffend dem erworbenen Bild, es ist wohl möglich, dass die Wirtin soviel Geld dafür ausgegeben hat, aber auch möglich ist, das Bild nicht im Lokal zu finden ist, stattdessen Privat bei der Wirtin Zuhause.
Laut meines Wissens, die Wirtin besitzt bereits zahlreiche andere Lokale und Absichten hat, in der nächsten Zeit, mindestens doppel soviel Lokale zu öffnen. Sie zählt zu den erfolgreichsten Lokalbesitzer, nicht nur in Beijing, aber auch China. Eine wahre 'Rags to Riches' Geschichte.
2007-02-08 02:40:14
guten morgen glenn schuitmann,
ja es scheint die wirtin ist mit ihren "south beauty" restaurants sehr erfolgreich. weniger wegen des essens, als vielmehr wegen des designs - trifft da die alte regel der gastronomie: je schrabbeliger der laden, desto besser das essen...?
gruss falk


