Solana Shoppingerlebnis

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Pekings erstes "Open-Air" Shoppingerlebnis ist gerade dabei eroeffnet zu werden. Diese Anlage geht ganz neue Wege. Normalerweise sind die Leute hier in Peking nicht so scharf darauf auf der Strasse spazierend einen Einkaufsbummel zu machen. Diese wichtige Wochenendaktivitaet beschraenkt sich meist auf innenliegende klimatisierte Einkaufszentren, mit schoen Musik und Rundumunterhaltung, wo man schoen vor dem Wetter geschuetzt ist.
Als wir am Wochende uns aufgemacht haben, diese neue Anlage, Solana, anzusehen, waren wir doch positiv Ueberrascht. Eine lockere grosszuegige Anlage, mit verschiedenen Ebenen, und einem Mix von Aussen- und Innenraum. Das ganze schoen thematisch in einem postmodernen Mittelmeermix gehalten. Geschmacklich kann man uneins sein, aber ich sehe den guten Willen... und ich sehe den offenen Raum und die lockere Umgebung. Diese Anlage ist am oberen Ende des Chaoyang Parks gelegen - dem angeblich groessten innerstadtischen Park in China, und wenn man genau hinschaut sogar in den Park hinein gebaut. Recht angenehm, aber auch irgendwie Bloed, wobei dieser grosse und wichtige Park nun langsam von den Raendern her angeknabbert wird.

Solana ist bemerkenswert, weil - wohl durch die Tatsache, dass man in den Park mitgebaut hat - man konnte eine sehr grosszuegige Anlage entwerfen. Viel Platz gibts hier und keine Hochhaeuser. Der Blick kann schweifen, man kann wunderbar am Wasser entlang bummeln. Wenn dann erst mal die Kneipen und Restaurants aufmachen, dann komm ich sicher oefter her.

 

 

Lueftung

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Diese netten Dinger spriessen derzeit still und unbemerkt an allen moeglichen Orten aus der Erde. Das sind anscheinend Lueftungen fuer die neue U-Bahn und das unterirdische Versorgungsnetz. Erstaunlich, wie still und heimlich die da ploetzlich rumstehen, weil man sieht da niemanden arbeiten. Morgens kommt man da lang, und koennte schwoeren, dass dieser Pilz da am Abend noch nicht gestanden hat. Das spricht fuer das Design - unauffaellig und der Umgebung angepasst.

 

Esther Brinkmann in China

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 von Köbi Gantenbein, Chefredaktor Hochparterre, mit besten Grüssen aus der Schweiz

Esther Brinkmann in China 

Esther Brinkmann, die langjährige Leiterin der Schmuckklasse an der Genfer Kunsthochschule, lebt seit 2005 in China. Denn ihr Mann ist der Schweizer Konsul in Guangzhou, der Metropole, die einst Kanton hiess. Frau Konsulin hat selbstverständlich ihre Leidenschaft für Schmuck nicht in Genf zurückgelassen und in diesem Frühling in der Fei Gallery den Kantonesen ihr Werk vorgestellt: Arbeiten aus der Genferzeit ebenso wie ihre neuen Schmuckstücke, zum Beispiel Broschen, die belegen, wie chinesische Gespenster Esthers Atelier heimsuchen. Der Ausstellungskatalog zu «Not for Your Body only» stellt vor, wie elegant sie den Bogen von der Schweiz nach Kanton schaffte. Die Art Direktorin Michelle Yip hat die älteren Arbeiten so inszeniert, als seien sie ursprüngliches Kunstgut von Esthers neuer Heimat.

--> mehr Info unter www.feigallery.com

Lustig?

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Gerade habe ich ein kleines Auto gesehen, bei dem ich mir erstmal nichts gedacht hatte... dann aber guckte ich genauer hin, und dachte da stimmt doch was nicht. Es sieht irgendwie vertraut aus, aber den Namen und das Logo dieses Wagens kenne ich nicht. Ich kann mir nicht helfen, aber die Kiste kommt einem irgendwie verteufelt bekannt vor. Tja, das kann man ja ganz lustig finden, dass da eine Aehnlichkeit zu einem anderen Fabrikat besteht. Kann man aber auch ernst sehen die Sache. Weil von zufaelliger Aehnlichkeit kann man da nicht mehr sprechen. Eher von voller, bauernschlauer Absicht. Also Jungs, ich denke mir wenn ihr ein eigenes Autodesign entwickeln wuerdet, dann wuerden die Auslaender nicht so'n Geschiss drum machen. Aber wenn ihr dermassen offensichtlich abguckt, dann muss man mal auf den Tisch hauen: So gehts beim besten Willen nicht!



Schriftzeichen und Olympialogo

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Die Piktogramme der einzelnen Sportarten der Olympischen Spiele stellen eine gelungene Kombination aus uralten Schriftzeichen und modernen Logos dar. Eines der seltenen Beispiele, wo dies so gut gelungen ist. Hier ein Beispiel, der 3000 Jahre alten Knochenschrift 篆书 oder "zhuan shu" in pinyin, und eine Auswahl der Piktogramme.

 

Sanya - China Interior Design Conference

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Wie ich bereits vor dem Wochenende angekuendigt habe, hier mein Erlebnis vom Wochenende:

Seit laengerer Zeit werde ich regelmaessig von einem chinesischen Magazin -Interior Design- zu deren Veranstaltungen eingeladen. Am Wochenende in Sanya zu einer deren Veranstaltungen zum Thema Interior Design. Ich als Architekt und Staedtebauer habe die Keynote zum Thema "Design and Responsibility" gehalten, mit einem kurzen Schwenk ueber Tourismus, Hotels und Oeko-Effizienz. Die da unten in Sanya haben tatsaechlich ein ganz schnuckeliges Inselchen, aber sie haben kein uebergeordnetes Planungsprinzip fuer eine ganzheitliche Entwicklung der Region.

Die Szenerie wechselt sich ab, zwischen Bauruinen und modernen 5-Star Themenhotels. Wir waren im "Cactus Resort" untergekommen, mit einem bunten, froehlichen Mix aus Maya und Mexico. Das Hotel wie auch der Strand waren wirklich nicht uebel... "Cactus Resort" ruehmt sich den groessten Aussenswimmingpool in Asien zu haben - grosse Worte, aber der Pool war auch gross. Das war wohl auch mit ein Grund, die Konferenz hier abzuhalten - die Teilnehmer nutzten das Angebot recht fleissig.


Sauber ist es dort unten. Ich habe in Peking seit 3 Monaten keinen blauen Himmel mehr gesehen.

 

LAN Club Beijing

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Wir haben einen neuen Club im Dorf. Nicht dass wir hier so selten neue Clubs bekommen, jedes Wochenende kommt irgendwo ein neuer dazu, aber LAN ist schon was erwaehnenswertes. Die recht erfolgreiche Wirtin der "South Beauty Restaurants" hat den bekannten franzoesischen Designer Philipp Starck dazu gebracht hier mal so richtig in die Vollen zu greifen. Die Investition hat sich anscheinend gelohnt. Das ist auch einer der ersten Eindruecke den man hat, wenn man die Hallen betritt - gelungen, gross und teuer. Ich lese gerade dass die ganze Sache etwa 6000 Quadratmeter gross ist. Und diese 6000 qm sind bis in den letzten Winkel voll mit Herrn Starcks Handschrift. Alles, jeder Winkel, Wand, Boden, Decke - alles ist Voll. Mein Urteil? Nicht uebel. Wir sind, was das Essen angeht ohnehin sehr verwoehnt hier in China. Es gibt ausgezeichnete Kuechen hier. Der Lan Club bietet ganz ordentliche Kueche, ein bisschen ausgefallen und optisch sehr nett praesentiert. Asian Fusion. Ueberraschenderweise ist es nicht ganz so teuer, wie man es sich vorstellte, aber wir bewegen uns schon im oberen Segment. Der Service war gut, auch wenn etwas bemueht, mag daran liegen, dass der Laden erst kurz vorher aufgemacht hat, es wird schon. Wir waren mit einer Bekannten dort, die sich in der Pekinger Kunstszene bestens auskennt, sie sagte, dass die Wirtin einem der Kunstkollegen ein Kunstwerk fuer 20 Millionen RMB abgekauft hat - das sind 2 Millionen Euro. Wir haben versucht das Bild zu finden, aber wir fanden den Wald vor lauter Baeumen nicht.

Daily 11am-late. 4/F, LG Twin Towers, 12B Jianguomen Waidajie, Chaoyang District (5109 6012/13)

Modeschau in Shanghai

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Wie bereits vor einiger Zeit angekuendigt, hier die Ankuendigung zur Modeschau der neuen Kollektion von He Yan. Ich flieg uebers Wochenende nach Shanghai, bisschen Mode gucken, bisschen Shoppen, bisschen fein Essen... Normalerweise geh ich ins Park Hotel, nicht zu teuer, mitten in der Stadt; einer der uebriggebliebenen Art-Deco Bunker, bei denen man glaubt, dass Batman irgendwo am Dach haengt. Die Inneneinrichtung wurde kuerzlich nach den Originalplaenen des Architekten restauriert - naja es wurde leider ein bisschen Fusion-Style daraus.


VISONIC @ 3.3

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Ich schaetze ich muss mir mal angewoehnen, vorher ueber irgendwelche Aktivitaeten zu berichten, anstatt immer hinterher. Aber damit fange ich heute nicht an, ich versuche dies als Chance zu sehen, mit dieser Angewohnheit aufzuhoeren. Immerhin waere es sicher fuer einige meiner Leser moeglich gewesen, am letzten Wochenende unserer Live-Show beizuwohnen. Ein paar Freunde -und ich- haben am Wochende eine kleine Audiovisuelle Show inszeniert. He Long, ein junger Graphiker, der mit seinen Arbeiten immer mal wieder die Grenzen zwischen Graphik und Kunst austestet, hat diese Live-Show organisiert: Visonic @ 3.3 (Visonic at Three-point-Three)

3.3 ist der Name eines neuen Shopping-Centers in der Sanlitun Bar Strasse / Peking. Innen nichts besonders Aufregendes, der uebliche Mix aus Mode und Accessoirs, verteilt auf kleine Verkaufsflaechen ueber 5 Etagen. Besucher aus Peking kennen dies, es ist vergleichbar mit dem neuen Seidenstrasse-Einkaufszentrum. Was das Ding etwas besonders macht, ist die massive Vermarktung dieses Shopping-Centers als Markenname fuer Mode und Life-Style.
Das Gebaeude verfuegt deswegen ueber eine Fassade mit einem eingebauten LED-System, das ueber einen Computer angesteuert werden kann. Normalerweise um das ganze Ding schoen zu beleuchten - die Architektur ist gar nicht so uebel. Ich habe schon schlimmeres gesehen in Peking. Wir haben diese Fassade als Leinwand zusaetzlich zum grossen LED-Bildschirm fuer unsere Show verwendet. Gesponsort vom Betreiber des Shopping Centers und einem Musik Label. Publikum war das, zu diesem Zeitpunkt noch meist nuechterne Bar-Strassen Publikum, das wir grosszuegig mit Videos und Musik eindeckten. Man koennte das Ganze als einen Versuch sehen, die hohe Kunst des VJ-ing in die Stadtlandschaft einzubringen. Ein VJ (Visual-Jockey) ist sowas aehnlich wie ein DJ (Disc-Jockey).
Der VJ liefert Bilder zu Musik die vom DJ gemischt wird und dies zumeist in einer Live-Situation. Dazu verwende ich persoenlich eine Reihe von eigenen Video-Aufnahmen die in meinem Leben in Peking entstehen und Musik von Freunden aus Peking: Su Fang und Bao Luo. Das Ganze wird mit Hilfe einer Software -Grid Pro- live zur Musik gemischt (siehe Bilder von meinen Arbeitsplatz). Ganz einfach.









mein Arbeitsplatz:

Eroeffung Green-T-House Living

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Das Green-T-House ist ein Dauerbrenner in der lokalen Szene was die Gestaltung angeht - und das Essen und die Wirtin. Seit mehreren Jahren haelt dies Restaurant einen gleichbleibend hohen Standart an der Qualitaet der Speisen und der Einrichtung. Hinter dem Gesamtkonzept des Green-T-Houses steht JinR, als Gruenderin, Chefin und Designerin. JinR - ausgesprochen wird es nach Pekinger Mundart mit einem -R- was von gaaanz hinten hergeholt wird, und irgendwie sehr texanisch klingt. Urspruenglich ist JinR eine professionelle Musikerin an einem chinesischen Instrument -Yang-Qin, welches an eine Zither erinnert. Hier ein Link mit ein paar Beispielen der CD, die anlaesslich der Eroeffnung verteilt wurde. Mit freundlicher Genehmigung von Emilie Bost / Green-T-House.

Seit wenigen Jahren demonstriert sie mit dem Konzept des Restaurants eine tiefgehende Leidenschaft nach Design und Lebensstil - vermischt mit einem Hauch Buddhismus. Dieses Restaurant sei allen Besuchern waermstens Empfohlen. Gestern wurde ihre neueste Kreation erfoeffnet: Green-T-House Living. Ziemlich weit ausserhalb der Stadt, inmitten einer unbestimmten Gegend, auf dem halben Weg vom Acker zur Wohngegend.

Die Anfahrt wurde sehr professionell durch Busse organisiert, was ich nur von der Ferne aus sehen konnte, weil ich mal wieder zu spaet dran war. Wie ich gerade auf zwei Reifen ums Eck kam, ist der Bus gerade abgefahren; immerhin wars Sonntag. Aber fuer Leute wie mich gabs noch einen PKW-Shuttle, der uns rechtzeitig zur Eroeffnung hinbrachte. Also irgendwo im Niemandsland zwischen den Suburbs von Peking stehen ein paar grosse weisse Waende, hinter denen sich das neue Green-T-House Living umgeben von strahlendweissem Kiesschotter versteckt. Die Eroeffung war ziemlich spirituell - buddhistisch inszeniert. Die Architektur und die Szenerie ist ziemlich gelungen. Ich habe eine Managerin, Emilie Bost, nach dem Konzept und der Funktion dieser neuen Kreation gefragt. Sie meinte sehr liebenswert, es wird wohl natuerlich so was wie ein Restaurant werden, aber man sei sich da noch nicht so ganz sicher.

Ein Wort zum Design: Ein beliebtes Thema fuer Designer sind und bleiben die Toiletten. So auch hier. Hier geht man nicht nur einem einfachen menschlichen Beduerfnis nach, nein auch hier wird kraeftig inszeniert. Eine Schar Helfer, passend ums Klo arrangiert erklaerte den Suchenden wo die Dinger ueberhaubt sind, und wie man sie aufkriegt. Hatte man den Bogen erstmal raus, stellte sich so ein zufriedenes -Ich-weiss-bescheid-Gefuehl ein. Hinter gewaltigen Spiegeltueren verstecken sich die Kabinen - auch innen komplett verspiegelt (siehe Photo). Nicht schlecht gemacht.
Gelungene Eroeffung, sehr gutes Sushi, guter echter Champagner, Hau-mich-um Martini, sehr gute Inszenierung, bisschen Akrobatik und Peking Oper, alte und neue Freunde und JinR gab gegen spaeter noch ein paar ihrer Performances zum Besten.


Ankommen so gegen 4 Uhr Nachmittags. Das Weisse ist der schneweisse Schotter - kein Schnee.





Emilie Bost










JinR an der Yang Qin





Design-Clo - was man nicht so leicht erkennen kann: die Wand ist eine Tuer. Komplett verspiegelt.



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