Wikinger

[Architektur + Stadt]

Sag mal Wikinger, warum kopierst du meine Beitrage und meine Photos aus meinem Hochparterre-Blog und veroeffentlichst die Beitraege unter deinem Namen auf dem Radio China International Deutschland Forum?

Einfach Kopiern und Einfuegen, und obendrein meine Bilder verwenden... faellt dir selber nichts ein?

Ich habe beim schnellen ueberfliegen 2 Beitraege gefunden, die du einfach klaust. Zugfahren von Peking nach Tianjin und Fussball-Restaurant.

Was bist du fuer eine Pfeife...

 

heute sehe ich bei naeherem hinsehen, dass du nicht nur die beiden, sondern reichlich artikel geklaut hast, wo ich hinsehe, finde ich meine artikel:

wikinger   
Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Elektroautos entwickeln sich zum ExportschlagerVerfasst: 2009-02-25 21:15

herr wu lacht

chinesische mobiltelefonierer

karneval im landgraf ...

wenn einer meiner leser dort bei Radio China International German Forum ueber weitere Artikel stolpert, die Wikinger einfach kopiert, sagt doch bitte bescheid.

 

 

 

Copyright

[Architektur + Stadt]

Nun ist es mir auch mal passiert. Ich sehe heute auf der Seite vom Germanforum des Radio China International, dass jemand namens Wikinger einen meiner Beitrage vom vorigen Jahr kopiert hat, mitsamt Bild, und den Beitrag frech unter seinem Namen veroeffentlichte...

sowas passiert...

 

hier der Beitrag - er war wohl so gut, dass er nun kopiert wird.

http://germanforum.cri.cn/viewtopic.php?f=8&t=469&view=previous

Legale DVDs

[ganz alltaeglich]

Es wird immer wieder behaubtet, dass man nur illegale DVDs kauft. Alles Luege. Es gibt auch legale. Einer meiner Freunde meinte, er haette sie kuerzlich irgendwo rumliegen sehen, die DVD, konnte sich aber nicht mehr erinnern wo...

Aber mal im Ernst, woran erkennt man denn nun, ob die DVD legal ist, oder eine boese, gutgefaelschte Kopie, die den gutmeinenden Kaeufer hinterhaeltig hinters Licht fuehrt?

Es gibt derzeit 2 Sicherheitsmerkmale, die die illegale Kopie vom Original unterscheidet:
1.
Mehrfarb-Holographie Folien, mit denen die illegale Kopie bedruckt ist. Einer unserer Freunde in der Druckbranche taetig, erklaerte uns kuerzlich, dass die illegalen Kopierfirmen sich Druckmaschinen leisten koennten, von denen er, im legalen Druckgeschaeft, nur traeumen kann. Die legalen Kopien kommen im einfachen Gewand daher, kostensparend.

2.
Die Zusammenfassung auf dem DVD-Einband gibt einen zuverlaesigen Hinweis, ob es sich um eine legale, oder eine illegale Kopie handelt. Auf der legalen Kopie steht der Text, den sich die Filmfirma ausgedacht hat - “Atemberaubende Spannung, und noch nie Gesehenes laesst das Blut in den Adern gefrieren..”.
Auf dem Klappentext der illegalen Kopie steht, was wirklich drin ist - und ich zitiere:
“... Than I saw the movie. Within the first twenty minutes, realized what it was - another poorly written, poorly directed, poorly acted and illogical action / adventure movie...”

Klare Sache. Nun sind also meine Leser gewappnet, und koennen fortan die Spreu vom Weizen trennen.

 

My Home is my Castle

[Architektur + Stadt]
My Home is my Castle
Luxusappartments verkaufen sich immer noch sehr gut in Hong Kong. Ich finde die Tatsache alleine, nur in Hong Kong irgendwo zu hausen, grenzt schon an Luxus. Deren Immobilenmarkt hat sich zwar entspannt, aber trotzdem ist Wohnen in Hong Kong im allgemeinen sehr teuer.

Wohungen im oberen Marktbereich verkaufen sich derzeit immer noch sehr gut. Hier ein paar Zahlen, wobei man ein bisschen Rechnen muss. Es wird teilweise in HK$ und in US$  gerechnet (1US$ ~ 7,75 HK$) und es wird teilweise in Square Foot (sqf) und Square Meter (sqm) gerechnet (Faktor 1 zu 10). Ueber diesen feinen Unterschied stolperte ich recht schnell, als ich seinerzeit aus Chunking Mansions raus wollte, und mir Wohnungen hab zeigen lassen...
Nunja, ich rechne normalerweise, dass der Quadratmeter in Peking billiger ist, als  als der Quadratfuss in Hong Kong. Also ein Preisunterschied vom 10-Fachen etwa.

Hier ein paar Beispiele, fuer die, die in der Krise schnell mal in Hong Kong zuschlagen wollen:

The Cullinan, ein Wohnprojekt mit 825 Wohneinheiten verkaufte in den ersten 2 Wochen 150 Einheiten fuer etwa 645.1 Millionen US$. Das sind Preise von etwa 20 000 - 28 000 US$ pro Quadratmeter.

Centrestage
(gute Lage) 30 000 HK$ pro sqf

House 15, Severn 8 - The Peak 56 000 HK$ pro sqf 
Das sind etwa 72 000 US$ pro Quadratmeter, bei Wohnungsgroessen um die 400 Quadratmeter.

Dynasty Court - Mid Levels 
(auch gute Lage, da kann man zum Kneipenviertel laufen) 22 000 HK$ pro sqf

Ich kenne das von frueher, als meine Hong Konger Freunde und die ganze Familie 2 Tage an einem neuen Wohnprojekt anstanden, um dann morgens in das Sales-Center reinzustuermen, um sich eine Wohnung zu sichern. Meist gleich 2 oder 3 auf einmal, weil bei zu grossem Bedarf einfach gelost wurde.
 
Nachtrag:
Gerade rief mich mein Kollege aus Hong Kong an, und fragte, wo ich denn diese alten Zahlen her haette...
aus der chin. Zeitung, muss ich zugeben - weil, sagt er, alles Kokolores. Die obige Preislage wird gern von Immobilenfirmen gestreut. Realistisch betrachtet sind 20 000 HK$ pro sqf schon realistisch. Und ueberhaubt haben sich die Preise in diesem Jahr um 15 % nach unten bewegt. Und dahin geht es wohl auch in unmittelbarer Zukunft...
Dank an meinen Kollegen Michael K. aus Hong Kong.

Auto und Stadt

[Architektur + Stadt]

In einer deutschen Internet-Zeitung sehe ich einen Beitrag ueber ein Chinesisches Auto, welches derzeit erfolgreich in China und im Ausland, verkauft wird. Link

Sogar in USA. Es kamen da irgendwelche 4800 Bestellungen aus den USA... Ueber dies kleine Auto hab ich schon mal geschrieben, auf den ersten Blick aehnelt es ganz verdammt einem bekannten Kleinwagen den man in Europa kennt. Die haben seit meinem letzten Artikel etwas am Design gebastelt, sodass der Wagen jetzt sogar 2 bekannten Marken aus dem sueddeutschen Raum aehnelt.

Aber die Strategie ist nicht uebel. Das Ding hat was!
Weil der Wagen ist klein. Und billig. Wie effizient die Technik ist, kann ich nicht sagen. Die Batterien sind herkoemmliche Bleiakkumulatoren, bewaehrt, aber ein bisschen schwer, und umwelttechnisch nicht einwandfrei. Unabhangig davon aber finde ich den Ansatz gut:
Kleine Autos.

Das Konzept grosser Automobilkonzerne, mit gewaltigen Blechwolken, tonnenschwer obendrein, den Geschmack der Kunden auf Elektroautos umzuschwenken halte ich fuer total falsch.
so gehts nicht! (Bild aus www.heise.de)

Was wir derzeit NICHT brauchen, sind noch mehr Fortbewegungsmittel mit alten Strategien, also, herkoemmliche Modelle, und statt Verbrennungsmotor einen Elektromotor einbauen - klappt nicht. Noch mehr Technik, noch groessere Autos muessen auch hin-und her bewegt werden. Nicht gut! Die gesamte Idee des Personentransports muss ueberdacht werden, um den Planeten zu retten. Was wir brauchen ist Abruestung im PKW-Bereich. Was soll der Quatsch, sich 2 Tonnen Auto zu kaufen, einen Motor, ob Elektro oder Verbrennung drin, und dann darin herumzuschaukeln.

Meiner Meiunung nach gibt es ein paar Wege:
Benzin muss richtig teuer werden. So dass einem die Augen traenen. Apothekerpreise. 15.99 Euro der Liter.

Gleichzeitig muessen oeffentliche Verkehrsmittel dramatisch ausgebaut werden, und zwar so, dass ich besser ohne Auto rumkomme als mit Auto.

Und die Leute, die die Staedte bauen, also auch ich, muessen das von Anfang an so machen, dass Autofahren keinen Spass macht. Multimodale oeffentliche Nahverkehrsmittel im Verbundsystem und Kompakte Staedte.

Hong Kong ist schon mal ein gutes Beispiel was Kompaktheit angeht. Dort brauchts kein Auto. Wer eines haben will, kann sich eines zulegen, aber das kostet. Reichlich.

Wenn man sich mal so grob den Energieverbrauch einer Stadt nach Sektoren getrennt so ueber den Daumen ansieht, erkennt man, dass die meiste Energie in einer Stadt, von Gebaeuden und vom Personenverkehr verbraucht wird  - hier eine Graphik, die Norman Foster in einem sehr guten Beitrag bei TEDTalks (dort gibt es reichlich sehenswerte Beitraege) verwendet:

 

Also:
Das Design unserer Staedte beeinflusst direkt den Energieverbrauch. Die Loesung sind also nicht noch neuere und groessere Autos, oder noch mehr und groessere Strassen, die Loeseung liegt in neuen Strategien fuer urbanen Transport.

auweh...

[Bild der Woche]

Chinastrategie...

[ganz alltaeglich]
Meine Haushaltshilfe ist ein wunderbares Beispiel fuer die Strategie des ganzen Landes, mithilfe sanftem Druck, alles zu erreichen, oder auch als Beispiel, wie wir Auslaender uns hier richtig verhalten koennen, um etwas zu erreichen. Der uebliche Ansatz fuer einen beherzten Schwaben in ermuedenden Verhandlungen ist, am Ende seiner Geduld in schwaebisch loszufluchen. Das beruhigt die Nerven zwar, aber fuehrt in den seltensten Faellen zum Ziel, so was perlt vom Gespraechspartner ab, wie Fruehlingsregen. Viel besser ist es, sich meine Haushaltshilfe anzusehen, und von ihr zu lernen. Seit Jahren pflegt sie ihr ganz eigenes persoenliches Ordnungsprinzip, dessen Struktur sich mir bislang nicht eroeffnet. Wenn sie am Werke war, und ich komme abends von der Arbeit nach Hause, dann verbringe ich einen guten Teil meiner Zeit, alle meine Sachen wiederzufinden. Vordergruendig liebt sie es, beliebiges Zeugs was so in der Wohnung rumliegt, der Groesse nach in den Ecken zu stapeln. Das ginge ja noch. Sie hat aber ein noch viel hintergruendiges aesthetisches Empfinden, welches sie veranlasst, meine Sachen noch nachhaltiger zu verstecken - daran beisse ich mir bislang die Zaehne aus.

Meine erste Reaktion war, ihr zu erklaeren, dass sie meine Sachen nicht verstecken soll, meine Zweite war, Gebiete abzustecken, die sie nicht betreten darf. Freundlich, hoeflich hoert sie sich alles an, was der Mann da redet, und wendet sich dann wieder froehlich ihrer Arbeit zu - mit dem Effekt, dass, wenn ich abends heimkomme, wieder von vorne mit Suchen anfange. Diese zarte chinesische Blume ist stabiler, dickfelliger und hartnaeckiger als wir es uns je vorstellen koennen. Nach vielen Jahren also, habe ich endlich eine Strategie gefunden, ihr beizukommen, soll sie doch sehen, wer hier die Hosen an hat:
Bevor sie zum Arbeiten kommt, sortiere ich meine Sachen nun der Groesse nach in den Ecken. Wenn sie mit der Arbeit fertig ist, und ich komme vom Bureau nach Hause, kann ich mir jetzt sicher sein, meine Sachen da zu finden, wo ich sie vermute.

TVCC Feuer

[Brandheiss]

Ich war heute nochmal am TVCC Gebaeude. In den Nachrichten findet man sehr viel Geschichten, ueber die Gruende, und es scheint sich also herauszustellen, dass das Unlueck wohl hausgemacht war. CCTV, der chin. Fernsehsender hat wohl selber auf dem Gelaende ein Feuerwerk abhalten wollen, welches den Brand verursacht hat. Es wird da dermassen viel spekuliert, was wirklich passiert sein kann - ich denke darueber nach, was die wohl fuer Isoliermaterial verwendet haben, was dermassen schnell abgebrannt ist... sollte das Zeug nicht mindestens "Schwer Entlfammbar" sein??

Der abgebrannte Komplex sieht schon sehr uebel aus:


 

 

 

 

 

Der erste Regen

[Kunst&Kultur]

Gestern hat es es sich dann tatsaechlich ein wenig eingenieselt. Und zwar so sehr, dass ich meinen Regenschirm ausfuehren konnte. Ich habe mir letztes Jahr einen Regenschirm anfertigen lassen, der nun brav seine Dienste tut. Ich habe in den vergangenen Jahren in Peking eine Reihe von Regenschirmen-Notkaeufen getaetigt. Kaum regnet es, stuerzt man in die Laeden, und kauft fuer 1 - 2 Euro einen Schirm, der mit Muehe und Not bis zum Abend durchhaelt - oft sind die Dinger geziert mit Rueschen und grell-gruenem Haekelmuster, sodass man sich ohnehin gerne am Abend dem Ding entledigt.

Ich bin zwar gewissermassen ein “High-Tec Addict” aber in meinem Kaufverhalten bin ich schrecklich konservativ. Und so habe ich mit dem Schirm ein Zeichen gesetzt. Ich finde es toll, dass sich jemand hinsetzt, und mit einer gewissen professionellen und traditionellen Freude ein Produkt schafft, das Bestand haben soll. Der Schirm ist stabil, sieht aus, wie man sich einen Schirm vorstellt - der Vater aller Schirme sozusagen - und wurde auf meine Beduerfnisse hin hergestellt. Die Firma in London, die seit 170 Jahren Schirme fuer den Gentlemen herstellt, nahm mein Geld, einer dort ging in den Wald, suchte eine englische Eiche, werkelte ein Monat rum, und schickte mir den Schirm. Ohne Rechnung, ohne Garantie, nix. Wenn der Schirm kaputtgeht, wird er selbstverstaendlich repariert - auf Lebenszeit. Mein alter Freund Paul Stone aus Hong Kong, ein gekonnt heruntergekommener Rentner im Vordiplom an der Hong Kong University kam mit seinem abgewetzten Safari-Anzug zur Vorlesung. Alt, fadenscheinig, aber gebuegelt und gestaerkt. Unterm Arm hatte er seine, ebenfalls in London hergestellte Aktentasche. Er sagte, die habe er nun seit 40 Jahren. Wenn sie mal nachgebessert werden muss, oder ein neues Futter muss rein, dann geht er nach London und laesst sie reparieren. Er sagte uebrigens auch, dass seine Freundin juenger ist als sein Schirm.

Davon habe ich mich inspirieren lassen. Und so erzaehle ich meinen Freunden hier, die Geschichte meines Schirms. Die denken zwar, ich hab sie nicht alle, aber sie sehen den Schirm mit anderen Augen an - man kann durchaus einem alltaeglichem Gegenstand mit Respekt und Freude begegnen...

Trockenzeit

[Brandheiss]

Im Norden Chinas herrscht, wenn man den Zeitungen trauen darf, die schlimmste Duerre seit 50 Jahren.
Ueberschriften der People Daily Online:

More aid to battle drought - People's Daily Online
Chinese President, Premier order all-out anti-drought efforts
China launches orange alert for rare drought in north - People's ...
China creates rains in drought-hit provinces | People's Daily ...

Der Ton ist ernst. Die Ernte ist ernsthaft bedroht. Die chinesische Staatsfuehrung rief die Verantwortlichen (wer immer das sein kann im Fall einer Duerre) auf, ALLES zu tun, um die Ernte zu retten. Die Lage ist Ernst, Menschen, Vieh und Ernte, das alles hat dort sehr ernste Probleme, die natuerlich landesweit Auswirkungen mit sich bringen. Es wird mit sehr starken Einbussen der Ernte gerechnet. Millionen Menschen und Nutzvieh sind betroffen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua schreibt dazu:

China employed artificial means to create rains in at least seven provinces on Saturday to alleviate rare drought, the China Meteorological Administration (CMA) said Sunday.

Local weather-control officials had fired a total of 2,392 artillery shells and launched 409 rockets in 127 cloud-seeding operations by 10 p.m. Saturday, according to a statement on the CMA website.

Rain-enhancing practices were adopted in such drought-stricken provincial regions as Henan, Gansu, Ningxia, Shaanxi, Shanxi, Hubei and Anhui, it said.

In central China's Henan, artificial precipitation brought on average 0.5 millimeters of rainfall to 17 counties and cities. The province, a major wheat-producing area, is suffering the worst drought in half a century.

Parts of the artificially moistened provinces and north China's Hebei Province saw one to five millimeters of rain from Saturday to Sunday morning, the National Meteorological Center (NMC) reported.

Parts of Shaanxi, Shanxi, Henan, Anhui and Hubei will see thick clouds during Sunday daytime, favorable for more rain-inducing measures, said the CMA.

The NMC forecast rain and snow on Sunday and Monday in parts of northwest, southwest and central China.

China has declared the highest level of emergency in response to the drought that began to hit most parts of northern China in November.

The foul weather had affected 161 million mu (10.7 million hectares) of crops, 4.37 million people and 2.1 million heads of livestock across the country as of Thursday.

Source: Xinhua


In Peking hat es den Zeitungen nach, seit ueber 100 Tagen nicht geregnet. Und gerade heute hat es angefangen ganz zoegerlich zu Nieseln - wohl auch kuenstlicher Regen. Die Luft war so staubig-trocken, und die Strassen nicht zuletzt mit dem verbrannten Pulver vom Feuerwerk der letzten Wochen bedeckt, dass es draussen nicht spassig zugeht. Die Strassen sind feucht, schmierig - alles wartet auf Regen, aber der taeuscht nur an, und kommt dann doch nicht.

Posts  1 - 10 /14