|  2008-10-27
Von Falk Kagelmacher @ 03:05 Hier auf dieser Konferenz wird auch das Thema Verkehr beleuchtet, was mich zu einem Thema bringt, worueber ich schon mal schreiben wollte:
Von Peking nach Tianjin kann man derzeit mit einem der neuen Hochgeschwindigkeitszuege fahren. Auf der Strecke zwischen diesen beiden wichtigen Staedten wurde kuerzlich ein Rekord von so etwa 400 km/h erreicht. Das ist nur unwesentlich langsamer als die Magnetschwebebahn in Shanghai. Die Reisezeit wird damit auf bequeme 22 Minuten gesenkt. Der Bahnhof im Sued-Osten von Peking ist extra dafuer neu gebaut...
Aber ...
Von Peking nach Tianjin komme ich also in 22 Minuten, aber von Peking Downtown bis zum neuen Bahnhof in Peking (Peking-Peking, sozusagen) wuerde ich mit 40 Minuten rechnen - dann den Bahnhof durchlaufen, was man nicht unterschaetzen darf, Ticketkontrolle, ... Ich schaetze 60 min sind gut bemessen. Die Zeit der Anfahrt zum Bahnhof ist also deutlich laenger, als die eigentliche Fahrt. Trotzdem ist der Zug sehr erfolgreich. In der People's Daily werden folgende Datren veroeffentlicht:
Statistics from Ministry of Railways show that in the month after the Beijing-Tianjin inter-city train was opened, over 1.831 million passengers have been transported, representing a 128.4 percent year-on-year growth. According to the Tianjin Station, the Beijing-Tianjin inter-city lines run 60 trains daily. The attendance on Friday, Saturday and Sunday can reach as high as 100 percent, with average weekly attendance of 80%. The tickets in the morning, evening and weekend are hard to get. Beijing-Tianjin inter-city high-speed railway has begun to show social and economic effects. (http://english.peopledaily.com.cn/)
Ich bin da kuerzlich ueber das Thema gestolpert, als ich wieder mal vom neuen Flughafen Terminal T3 abgeflogen bin. Im neuen Terminal wird man gebeten, nicht mehr mindestens 30 min vor Abflug einzuchecken, sondern mindestens 45 min. vor Abflug. Das Entspricht einer Verschlecherung der Effizienz um 50 %. Dafuer habe ich aber ein gewaltiges, neues Terminal. Hmmm... Da steckt irgendwo ein Teufelskreis dahinter: die Zurverfuegungstellung von Infrastruktur macht es erst notwendig, Verkehrsmittel zu benutzen... Da kommen wir nicht mehr raus. Um hier in Peking-Stadtmitte ueber diese Kreuzung zu kommen, brauche ich ein Auto - da laeuft doch was krumm, oder?
2008-10-25
Von Falk Kagelmacher @ 07:45 Jetz bin ich angekommen hier in Indonesien / Yogyakarta auf einer grossen Konferenz mit den Themen Umwelt, Energie und Wasser in Suedostasien. Mein Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung in China gehoert zu keinem der 3 Bereiche alleine, aber beeinhaltet alle Bereiche auf einmal. Schoen is es allemal hier und ruhiger als in Peking. Gestern Nacht im Hotel angekommen machte ich mich erstmal auf die Suche nach einem Glas Bier, was in einem muslimischen Land zwar geht, aber nicht so selbstverstaendlich wirkt. Obwohl die hier eigentlich ganz brauchbares Brauen - ich bin derweil bei Bintang Pilsener haengengeblieben. Bier ist hier meiner Meinung nach aeussterst angebracht, bei der Tatsache, dass ich von Peking fast genau 12 Stunden unterwegs war, und mich nun unweit des Aequators befinde. Heiss isses und schwuel. Und schoen.

2008-10-23
Von Falk Kagelmacher @ 23:14 Und schon wieder muss ich reisen. Heute, in 2 1/2 Stunden gehts nach Indonesien, nach Yogyakarta. Schade eigentlich, weil wie ich hoerte ist derzeit Frau Merkel in der Stadt - zusammen mit 44 Kolleginnen und Kollegen treffen sie sich uebers Wochenende in Peking um auf der ASEM7 ein bisschen zu plauschen. Manchmal kommt es vor, dass aus diesen Anlaessen kurzerhand die Flughafenautobahn gesperrt wird, um den Staatschefs die Vorfahrt zu lassen. Ich fahre demnaechst los, es kann also durchaus sein, dass ich mitten auf der Autobahn warten muss, bis die Fahrt wieder frei ist. Aber mal sehn.. ich fahre auf eine Konferenz nach Indonesien, worauf ich mich freue. 2008-10-22
Von Falk Kagelmacher @ 06:12 Ich lasse mich ja immer mal wieder ueber mangelhafte Bauqualitaet aus. Ich will aber fair bleiben - ich hatte hier kuerzlich ein Gebaeude gesehen, welches ganz ausgezeichnet gebaut wurde. Der Apple-Store im Sanlitun Village, da sieht man wenn man, auch wenn man sehr genau hinguckt dass die Details stimmen. Die Glasarbeiten stammen von Glasbau Seele... und deren Arbeit sieht wirklich ganz anstaendig aus. Wer genau hinguckt, sieht dass dieSchrauben der Glastreppe - und ueberhaubt die meisten Schrauben in dem Laden, sorgfaeltig ausgerichtet wurden. Da muss der Handwerkerschon drauf geachtet haben.
2008-10-21
Von Falk Kagelmacher @ 03:23 Zurueck von meiner kleinen Europareise empfaengt mich Peking mit weis-weissem Himmel - im Gegensatz zu Weiss-Blau in Muenchen. Sowas schnuckeliges wie den Muencher Flughafen hatte ich lange nicht gesehen. Uebersichtlich, kleine Wege, und ich konnte vor dem Abflug sogar noch im Biergarten dort sitzen und das letzte Weisse und einen kleinen Braten zu mir nehmen - anstaendige Preise, gutes Essen unter freiem Himmel. Der Flieger war reichlich gefuellt mit Chinesen und Handgepaeck. Die da und dort eingeklemmten Langnasen fielen kaum auf. Beim Einchecken gab es kurz Konfusion, als die Fluglinienmitarbeiter tapfer versuchten, die chinesischen Reisegaeste davon zu ueberzeugen, dass pro Person nur ein Stueck Handgepaeck mitgenommen werden duerfe - solche Flausen kommen beim chinesischen Reisepublikum ganz toll an und fuehrten am Ende zu einer vollkommen normalen Loesung: Resignation der Mitarbeiter. 2008-10-17
Von Falk Kagelmacher @ 07:49 Mit Danebenpinkeln ist jetzt Schluss - Pissoir mit Zieleinrichtung:
2008-10-13
Von Falk Kagelmacher @ 08:15 Mal sehen, wie diese Kampagne einschlaegt. Bisher kennen wir das so, dass solcherart Unternehmen zuerst mit Begeisterung aufgenommen werden, und dann so nach 6 Wochen ihre Schlagkraft verlieren. Danach wird der Ueberwachungsaufwand zu hoch - der Schwung flaut ab... und eigentlich weiss dann keiner mehr, warum eigentlich man sich an solch lustigen Mssnahmen halten soll. Die Strafe bei Zuwiderhandlung belaeuft sich auf etwa 100 RMB - etwa 10 Euro. Ich koennte mir vorstellen, dass diese Summe fast keinen interessiert, wenn er dafuer nach Feierabend schnell doch noch mit dem eigenen Wagen heimkommt:
Massnahmen zur Begrenzung des Verkehrsaufkommens ab dem 1. Oktober 2008
Ab dem 1. Oktober 2008 wird die Stadt Beijing eine Reihe von postolympischen Massnahmen zur Begrenzung des Verkehrsaufkommens in der Innenstadt in Kraft setzen.
Die Einschraenkungen gelten an Wochentagen innerhalb des fünften Rings von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr für
Privatfahrzeuge und rund um die Uhr für Regierungs- und Firmenfahrzeuge.
Nach Einführung der neuen Verkehrsbeschraenkungen ab dem 1. Oktober sollen 30 Prozent der Regierungsfahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden. Die übrigen 70 Prozent erhalten ab dem 11. Oktober gemeinsam mit Firmen- und Privatwagen an einem der fünf Wochentage Fahrverbot.
Alle Fahrzeuge werden anhand der Endziffer des Nummernschildes in Gruppen unterteilt, die an bestimmten Wochentagen Fahrverbot erhalten:
Endziffern 1 und 6: Fahrverbot am Montag
Endziffern 2 und 7: Fahrverbot am Dienstag
Endziffern 3 und 8: Fahrverbot am Mittwoch
Endziffern 4 und 9: Fahrverbot am Donnerstag
Endziffern 5 und 0: Fahrverbot am Freitag
(Temporaere Nummernschilder und Nummerschilder, die auf einem Buchstaben enden, fallen unter die Endziffer 0)
Die neuen Bestimmung werden zunaechst in einer Versuchsphase getestet, die vom
11. Oktober 2008 bis zum 10. April 2009 dauern wird.
Die Bestimmung gilt nicht für Polizeifahrzeuge, Krankenwagen, Fahrzeuge der Feuerwehr, Busse, Taxis und andere Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs.
2008-10-07
Von Falk Kagelmacher @ 21:21 Kinder, Kinder...
ich musste ganz schnell nach Bruessel... und ich kann euch sagen, wenn man erst mal wieder in Europa ist, dann kommt man gar nicht so ohne weiteres ins Netz der Netze...
In Peking finde ich an jeder Strassenkreuzung aus dem Taxi heraus 10 - 20 drahtlose Internetknoten - allesamt natuerlich verwanzt und eingeschraenkt, aber immerhin...
hierzulande gibt es kaum bis gar keine freien WLAN-Anschluesse, jedenfalls habe ich keine gefunden, und konnte also kaum darueber berichten. Gestern in Brugge kostete das Internet (24 Stunden, Surfen UND email) 17.50 Euro - happig. Achja. Brugge. Da musste ich schnell hin, als ich diesen gleichnamigen Film gesehen hatte: In Brughes.
Guter Film, sehr nette und sehr langweilige Stadt. Wirklich, der Film war gar nicht so uebel.
Aber eines muss man den Beligiern lassen, das Essen war gut, und das Bier hat um die 11.5 %! Kuerzlich hatte ich in China eines mit lumpigen 1.5 % - da lacht der Belgier drueber!
In 10 Tagen bin ich wieder in Peking...
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